Am 25.05.2026 trafen sich 13 Wanderfreunde vom Wanderverein Burgstädt zu einer schönen Wanderung am Rande des Elbsandsteingebirges. Über Chemnitz, Dresden und Pirna fuhren wir nach Stolpen. Dort begann unsere Wanderung mit einem steilen Aufstieg zur Burg. Von hier existieren seit 1100 Nachrichten über die Besiedlung des Basaltfelsens, auf welchem die Burg errichtet wurde. Sie blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, als Nebenresidenz der Meißner Bischöfe und zur kurfürstlichen Zeit und war Schloss, Festung und schließlich teilweise Ruine. 1765 starb hier die berühmte Gefangene, Gräfin Cosel, nach 49-jährigem unfreiwilligen Aufenthalt. Seit 1875 gibt es hier ein Museum und heute finden vielfältige Veranstaltungen statt. Außerdem spielte das „Sächsisch-Böhmische Grenzgebiet“ im Befreiungskrieg von 1813 eine strategisch wichtige Rolle. Dabei diente die Burg als Fort und der Ort als Heerlager für Napoleon. Bei seinem Rückzug und später durch die siegreichen gegnerischen Armeen wurde die Burg zerstört und das noch heutige Profil entstand. Das wuchtige Gemäuer lässt seine Eignung als Militärobjekt erkennen. Von oben hat man schöne Ausblicke über Stolpen und sein Hinterland.
Burg Stolpen Markt in Stolpen
Weiter führte unser Weg durch die Stadt und wir wanderten auf einem Teilstück des Fernwanderweges „Görlitz-Greiz“. Nach Verlassen des Ortes teilte sich unsere Wandergruppe. 6 Leute wählten die 23 km-Strecke, mit Ziel Pirna und 7 Personen entschieden sich für die 16 km bis Lohmen. Wir 16 km-Wanderer liefen auf dem Wesenitztalweg zuerst nach Helmsdorf. Der Fluss Wesenitz ist 71 km lang und mündet bei Pratzschwitz in die Elbe. Durch die Wasserkraft wurden früher bis zu 110 Mühlen und Sägewerke versorgt.
An der Wesenitz Wesenitz
Unser weiterer Weg führte nach Elbersdorf, auf romantischen Wegen, am Fluss entlang. Die dortige Mühle ist eines der letzten noch existierenden Bauwerke dieser Art (1564 erstmals urkundlich erwähnt und später Bäckerei und Pension). Von 1909 bis 1974 erfolgte bereits die Stromerzeugung durch eine Turbine und ab 2006 erneut.
Wesenitztalweg Bei Lohmen
Über Porschendorf und mit tollen Blicken auf die Wesenitz, welche Richtung Lohmen wild romantisch durch die Felsen rauscht, hatten wir noch einen Steilabstieg zur Wasserkraftanlage „Niezelgrund“ zu überwinden. Ab 1877 existierten hier die Anfänge einer Holzschleiferei und Pappenfabrik. Ab1908 wurde mittels Turbine bereits Strom erzeugt, bis 1969. Bedingt durch die DDR-Energiepolitik kam es zur Stilllegung. Ab 1990 gab es Bemühungen zur Wiederinbetriebnahme für umweltfreundliche Energieerzeugung. Seit 2000 ist die Anlage wieder am Netz. Schließlich erreichten wir Lohmen, unser Ziel. In der Nähe des Schlosses befindet sich ein Biergarten. Wir machten hier noch eine kleine Rast.
Stempelstelle DichterMusikerMaler-Weg Richard Wagner-Denkmal im Liebethaler Grund
Liebethaler Grund Ankunft in Pirna
Über Pirna, Dresden und Chemnitz ging es zurück in die Heimat. Wir hatten wieder einen interessanten Wandertag in unserer schönen Heimat. Vielen Dank an unsere Wanderleiterin Maria Busse für die gute Organisation.
Ute Möller
